Klassische Homöopathie

Gänslein

Die Klassische Homöopathie ist ein Behandlungskonzept bei jeder Erkrankung, ob sie eine Symptomatik im körperlichen oder geistigen Bereich zeigt.

Hahnemann fordert ?von dem Heilkünstler nichts als Unbefangenheit und gesunde Sinne, Aufmerksamkeit im Beobachten und Treue im Aufzeichnen des Bildes der Krankheit?.

In diesem Sinne ist es mir wichtig, den Patientinnen und Patienten Raum und Zeit zu geben, damit sie ihr Innerstes entfalten können.

Erstanamnese / Patientenbefragung (Dauer 60-90 Minuten):

Bei der Erstanamnese ist mein Ziel ein persönliches inneres Muster in den Empfindungen des erkrankten Menschen zu erkennen, das zum Ungleichgewicht, also zur Krankheit, geführt hat. Es geht darum, auf einer sehr tiefen Ebene die Hauptbeschwerden des Patienten energetisch zu verstehen.

Auswertung:

Im zweiten Schritt bestimme ich das ?simile?, das homöopathische Mittel, welches dem Gesamtbild aus Gefühlen, Empfindungen, Körpersymptomen, Erleben, Denken und Modalitäten so ähnlich wie möglich ist.

Anwendungsgebiete:

  • Depressionen
  • Ängste
  • Hormonelle Störungen (Menstruationsbeschwerden, Probleme in der Schwangerschaft, Wechseljahrsbeschwerden)
  • Migräne
  • Schlafstörungen
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Traumatische Erlebnisse
  • Nicht verarbeiteter Kummer
  • Burn-out-Syndrom
  • Behandlung Hochsensibler Personen
  • Akute Erkrankungen (Mandelentzündung, grippaler Infekt, Ischialgie, Neuralgie, Verdauungsbeschwerden)
  • Chronische Erkrankungen

Similia similibus curentur

Jede Erkrankung hat ein energetisches Muster. Es ist die Aufgabe des Homöopathen, genau dieses Muster, den ?roten Faden?, aufzugreifen und in ein passendes Mittel umzusetzen. Das homöopathisch korrekt gewählte Mittel ist eine Möglichkeit, eine Brücke zu schlagen, dem Menschen zu helfen zu gesunden und ihn zusätzlich auf seinem inneren Weg der Weiterentwicklung zu unterstützen.

Die Homöopathie ist imstande, die Sprache des Unbewussten zu verstehen, und zwar durch die Symptome der Krankheit des Menschen auf körperlicher und geistiger Ebene.

Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843) gilt als Begründer der Homöopathie.

Bei einer Übersetzung der ?Abhandlung über die Materia Medica? von Cullen (bedeutender schottischer Pharmakologe) aus dem Englischen stieß er auf die spekulative Behauptung des Verfassers, Chinarinde heile Wechselfieber. An dieser Behauptung entflammte sein kritischer Geist. 1790 begann er diese These von Cullen in einem Selbstversuch nachzuprüfen ? er stellte fest, dass er durch die Einnahme von Chinarinde Symptome der Malaria entwickelte (= Arzneimittelprüfung).
Seine Erkenntnis: Menschen, deren Krankheitssymptome den Vergiftungssymptomen eines Stoffes ähnlich sind, können durch diesen Stoff geheilt werden.

Damit war das Similegesetz geboren, ein Grundprinzip der Homöopathie:
?Similia similibus curentur? ? ?Ähnliches möge durch Ähnliches behandelt werden?.
Dieses Ähnlichkeitsgesetz besagt, dass eine Substanz, die beim Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, ähnliche Symptome beim Kranken heilt. Zur Heilung eines Kranken muss also das Mittel gefunden werden, das am Gesunden die ähnlichsten Beschwerden hervorruft. Dieses Mittel nennt man das ?Simile?.

Beispiel:
Allium cepa ? Küchenzwiebel
Die Küchenzwiebel ruft beim Gesunden eine Flüssigkeitsabsonderung der Augen-, Nasen- und Mundschleimhäute hervor. Homöopathisch wird Allium cepa als Schnupfenmittel eingesetzt.

Hahnemann machte die Erfahrung, dass der rohe, unbearbeitete Arzneistoff oft nicht wirksam genug war und die bisher verwendeten Arzneidosen zu groß waren. Durch Bearbeiten des Arzneistoffes (Verreiben, Verschütteln) und Minimierung der Dosis gelang es ihm, das Optimum von Qualität und Quantität der Arznei zu erreichen. Diesen Arbeitsvorgang nannte er Potenzieren. Die so hergestellten Arzneien erhielten den Namen Potenzen oder Dynamisationen. Die Potenzen werden in der Stufung 1 + 9 = 10 oder 1 + 99 = 100 hergestellt und werden dem Zahlenverhältnis entsprechend Dezimal- oder Centesimalpotenzen genannt (D- oder C-Potenzen).

Die homöopathischen Heilmittel stammen aus dem Reich der Pflanzen, Tiere und Mineralien.

Die Symptome des Kranken sind die Wegweiser zur Arzneifindung. Es werden nicht nur die krankheitsspezifischen, sondern vor allem die persönlichen Symptome bewertet.

Die Homöopathie ist ganzheitlich orientiert. Dies bedeutet, dass Körper, Seele und Geist als eine Einheit betrachtet werden.